Beim Holz hacken fallen Späne

Jeder der einen Kamin besitzt, steht irgendwann vor dem Problem des Holzspaltens. Doch was sollte man beachten um am besten sein Holz effizient zu bearbeiten? Und warum gibt es verschiedene Geräte wie den Spalthammer und die Spaltaxt? Wo sind die Unterschiede und auf welche Merkmale sollte man beim Kauf eines solchen Geräts achten? All diese Fragen haben eine einfache Lösung.

Warum der Kauf einer Spaltaxt Sinn macht

Das Holz für den Ofen oder Kamin verarbeitet sich leider nicht von selbst und wenn man nicht das teure gespaltene Holz kaufen möchte, nutzen viele Menschen die Alternative und kaufen ganze Stämme oder große Stücke Holz. Meistens sind in Haushalten die schon seit Jahren im Winter mit Kamin oder Ofen heizen ein Holzspalter vorhanden. Möchte man mit diesem Holzspalter aber kein Stammholz spalten, macht oft der Einsatz einer Spaltaxt Sinn. Der größte Unterschied ist, dass die Spaltaxt einen bedeutend dickeren Axtkopf besitzt als eine haushaltsübliche Axt. Das Ofenholz wird durch den in Keilform geformten Axtkopf bedeutend leichter gespalten als mit einer Standardaxt. Somit schont man bei jedem Spalten des Holes wertvolle Kraft und Energie und erleichtert sich die Arbeit enorm.

Der Unterschied zwischen Spaltaxt und Spalthammer

Sowohl die Spaltaxt als auch der Spalthammer sind vom Aussehen auf den ersten Blick gleich. Oft schaffen es Laien nicht, diese beiden Werkzeuge auseinander zu halten. Auffallen tut es meist erst, wenn die Gegenstände in der Hand gehalten werden, denn dort liegt der wesentliche Unterschiede. Spaltaxte sind in der Regel höchstens 2,5 KG schwer. Sobald das Werkzeug schwerer ist, wird es Spalthammer genannt. Für ein einfacheres Spalten des Holzes sorgt das Gewicht des Spalthammers,da man die Flugkraft und die Schwere des Werkzeugs nutzen kann, ist aber somit in der Anwendung für nicht so kräftige Menschen schwieriger.

Vor- und Nachteile

Die Frage ob man eine Spaltaxt oder einen Spalthammer benutzen sollte ist nicht so einfach zu beantworten. Es muss meistens anhand der Beschaffenheit und Größe des Ofenholzes entschieden werden, welches Werkzeug man am Besten benutzen kann. Besitzt man meist nur große und schwere Stücke Holz zum spalten, empfiehlt sich der Spalthammer, da dort mehr Schlagenergie aufgewandt werden kann. Besitzt man meist nur kleinere Stücke Holz, hat man meist das Problem, dass man auch schnell über das Ziel hinaus schießt. Das geschlagene Holz spaltet dann so extrem, dass die bearbeiteten Holzstücke oft meterweit vom Hackklotz wegfliegen und im Nachhinein alles mühsam im kompletten Umkreis wieder eingesamelt werden muss. Hier sollte man lieber eine Spaltaxt nutzen, um weitere Mehrarbeit zu vermeiden.

Des Weiteren ist ein Nachteil des Spalthammers oft das höhere Gewicht des Werkzeugs. Daraus resultiert meist eine schnelle Ermüdung der Arme beim Holz spalten. Ein Vorteil des Spalthammers ist aber, dass er vielseitig wie zum Beispiel zum einschlagen von Zaunpfählen oder spalten von Langholz ist. Dort kann die Spaltaxt aufgrund des bedeutend geringeren Gewichts oft nicht weiterhelfen.

Was man beim Kauf einer Spaltaxt oder einem Spalthammer beachten sollte

Es gibt einige Dinge, die man beim Kauf eines solchen Werkzeugs beachten sollte, um eine möglichst lange Nutzung zu garantieren. Der Spaltaxt Test weist auf mögliche Fallstricke hin.

Sollte eine Spaltaxt oder ein Spalthammer mit Holzgrill ausgewählt werden, sollten Sie dringend darauf achten, dass sich im Holzstiel keine Äste oder andere Beschädigungen befinden. Diese können potentielle Bruchstellen sein und im schlimmsten Fall beim brechen des Stiels schwere Verletzungen verursachen.

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Axtkopf stabil und sicher mit dem Stiel verbaut ist. Dies ist meist bei günstigeren Modellen ein Problem und sorgt für keine ausreichende Sicherheit im Gebrauch, da es beim Spalten des Holzes passieren kann, dass sich der Axtkopf löst und es somit zu schweren Verletzungen kommt.

Eine Alternative der Spaltaxt oder dem Spalthammer mit Holzstiel ist ein Fieberglasstiel. Qualitativ macht dies zwar oftmals keinen Unterschied, sorgt aber für eine erhöhte Sicherheit, weil die Gefahr des Stielbruchs somit weitestgehend ausgeschlossen werden kann.

Sollten Sie ein Fachgeschäft in der Nähe haben, sollten Sie die Möglichkeit nutzen, das Werkzeug in die Hand zu nehmen. Dort können Sie vorsichtig ausprobieren, wie Sie mit der Führung des Werkzeugs klarkommen und ob es sich gut in der Hand anfühlt.

Es sollte darauf geachtet werden, dass keine zu schweren Werkzeuge gekauft werden. Sollte schon vor dem Kauf das Problem bestehen, dass Sie das Werkzeug alleine gar nicht richtighochheben können, werden Sie auch beim Spalten des Ofenholzes keine große Freude haben.

Grundsätzlich sollte man lieber zu qualitativ hochwerten Äxten greifen wenn man lange etwas davon haben möchte.

Namenhafte Hersteller bieten eine große Auswahl verschiedener Äxte an. Diese liegen in der Regel etwas über dem Preis der No-name Äxte des Baummarkt, sind in der Langlebigkeit und Handhabung bedeutend besser. Es sollte für den Kauft einer Spaltaxt ein Budget von ca. 45-80 Euro eingeplant werden. Der Spalthammer liegt bei ca. 60-100 Euro. Mit diesen Geräten werden Sie lange Zeit Freude haben.